Zuviel des Guten

Habe ich nicht vor Kurzem noch über Dark Souls berichtet und den Mund ganz schön voll genommen? Vom enormen Schwierigkeitsgrad geschwärmt, mich an alte Zeiten erinnert gefühlt? Begeistert über die Gegner und die Levelstrukturen erzählt? Nun, ich habe Dark Souls inzwischen veräußert. Ich wollte mich nicht Tag für Tag durch immer den gleichen kurzen Levelschlauch kämpfen, nur weil die Entwickler die Lagerstelle, die ja zum Wiederbeleben dient, derart unfair platzierten. Ich scheiterte immer und immer wieder an normalen gegnerischen Rittern, die auf dem Weg zum zweiten Bossgegner zuviel meiner Lebenskräfte forderten. Aber irgendwie schaffte ich es doch einmal(!) zu diesem Bossgegner. Natürlich, Sie ahnen es, überlebte ich diese Begegnung nicht lange, und besiegt habe ich ihn natürlich schon mal gleich gar nicht. Es mag sein, dass mancher Spieler dieses Vorarbeiten durch die Level in Zentimeterschrittchen und das ständige Sterben als Herausforderung sieht – Ich dachte ja anfangs ähnlich. Aber letztendlich empfinde ich diese Behandlung durch die Software als höchst unbefriedigend und schlicht – für mich ganz persönlich – unmöglich. Es war nicht fordernd, es war schlicht nervig. Ich hoffe, mein Käufer hat mehr Spaß mit diesem Machwerk als ich. Ich wünsche es ihm.

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